Brandstempel Logo

Ein eigenes Logo komplettiert das Auftreten und unterstützt den Wiedererkennungswert der Instrumente.
Mein Logo besteht aus einer Mostbirne (Mostviertel, NÖ) und dem Bass-Notenschlüssel.

Hat man ein Logo kann man dieses in einem Brandstempel verewigen lassen. Dazu wird das Logo in eine Messingplatte gefräst. Zu bestellen unter www.brandstempel.com. Mein Stempel mit Grösse 20x10mm hat ca. Eur 35,– gekostet.

Alte Mechaniken restaurieren

Von einem alten sächsischen 3/4 Bass blieben mal 4 Messingmechaniken übrig. Von diesem Bass stammt übrigens auch die Fichtendecke. Die Eisenteile der Mechaniken wie Schnecke und Schneckenachse waren natürlich schon sehr stark korrodiert und unansehnlich.

Das Messing der Stimmgriffe und des Gehäuses war auch mehr schwarz als messingfarben.
Zuerst wurden die Mechaniken soweit möglich in ihre Einzelteile zerlegt.
Evt. vorhandene abgenutzte und gebrochene Holzwirbel (nicht mal echtes Ebenholz) wurden gleich unter der Werkbank entsorgt. Die Wirbel mach ich mir neu aus Ebenholzkanteln (dazu später).
So, nun Bohrmaschine in Tischhalterung horizontal eingespannt. In die Bohrmaschine wird eine Messingdrahttopfbürste mit relativ langen, weichen Drähten eingespannt. 

Über beide Hände nun dicke Arbeitshandschuhe am Besten aus Leder gestülpt und los geht die Polier- u. Reinigungsarbeit.

ACHTUNG ! Gefährliche Arbeit !

Bloß acht geben, dass nicht die Finger oder anderes Material (Kleidung) von der Bürste erfaßt wird und natürlich wie immer bei solchen „spanabhebenden“ Arbeiten eine Schutzbrille tragen.
Mit der rotierenden Bürste kann man nun sehr gut das Messing und die Eisenteile von jeglichem Rost und Schmutz befreien. Zusätzlich wird das Messing poliert und erhält wieder seinen goldenen Schimmer.

Aber Vorsicht ! eine eher weiche Bürste mit Messingdrähten nehmen, da man sonst die Bürstspuren zu stark sieht. Wenn die Mechanik nun wieder in neuem Glanz erstrahlt, diese mit durchsichtigem Zapponlack bzw. Metallkonservierungslack gegen erneutes Anlaufen lackieren und zum Trocknen an Draht aufhängen oder mit Montageseite lagern.

So, nun zu den Holzwirbeln. Da ich immer schon einen Bass mit diesem altertümlichen Look wollte und das Beste gerade gut genug ist müssen diese Wirbel natürlich aus echtem Ebenholz sein und nicht gefärbte Buchen- od. Ahornwirbel (Aber wenn man sparen will, dann ist dies sicher eine Alternative) Warum es eigentlich diese Wirbel mit dem vorstehenden Knöpfen links und rechts gibt ? Keine Ahnung aber es sieht sehr cool aus.

Ich habe zur Herstellung tiefschwarze Ebenholzkantel mit ca. 50x50x200mm verwendet.
Diese gibts ab und zu bei EBAY.
Dazu fertigte ich mir eine Zeichnung des Querschnitts an. Diese brachte ich zusammen mit einer Skizze der fertigen Abmessungen zu einem Drechsler meinernäheren Umgebung ( Jelinek Holzwaren ). Für diese Arbeit bezahlte ich ca. € 54,- für 4 Stück  (nicht billig aber sehr professionell). Wer die Ausrüstung und das Wissen hat kann sie natürlich auch selbst drechseln.  Die fertigen Drehteile spannt man nun in eine Drehbank ein und  bohrt mit Bohrfutter im Reitstock mittig ein 5mm Loch im Kopf des Holzwirbels (ca. 2mm tief). In dieses Loch wird dann mit Kleber ein weisses Perlmuttauge eingesetzt.
Dazu ins Loch einen Tropfen Kleber geben. Danach das Perlmuttauge einsetzen und dann den Holzwirbel vertikal mit dem Kopf auf eine Unterlagsplatte anpressen, damit das Auge eben mit dem Kopfende abschließt und nicht zu tief eingesetzt wird. Das Ganze nun mit feinem Schleifpapier verschleifen und den Wirbel mit Holzöl einlassen.
Eisenteile von Mechaniken rostfrei machen (phosphatieren) Ein zusätzlicher Tipp von Pelle Andersson, Sweden VORSICHT !!!
SCHUTZBRILLE TRAGEN !!!
ÄTZEND !!!

Dazu werden die ganzen Mechaniken in konzentrierte Phosphorsäure H3PO4 gelegt und auf ca. 50-60 °C erwärmt. Die Flüssigkeit sollte bis zum Kochen bzw. Brodeln erhitzt werden. Dies entfernt jede spur von Rost.
Messing, Bronze oder Lötzinn wird nicht „angegriffen“.
Nach ca 30-60 sekunden mit Wasser spülen, danach mit einer Zahnbürste das „Mehl“ entfernen, in Seife oder Lauge (basisch) legen. Mit Wasser abspülen. Mit Aceton übergießen und trocknen lassen. Anschließend Öl darauf gießen. Mit einem Lappen das Öl entfernen. Nun ist die mechanik phosphatiert = rostet nie wieder. Alle Eisenteile – neu oder alt –  haben nun die selbe graue, matte Farbe.

Eisenteile von Mechaniken entrosten (Vers. III) Mein 2. Versuch mit Baumarktware  Habe mir im Baumarkt von HAMMERITE „Entroster – Tauchbad“ gekauft. Diese Lösung wird mit Wasser verdünnt in ein flaches Gefäß gefüllt. Nun die Mechaniken über Nacht einlegen. Habe dazu gerade alte Machine Heads rumliegen.

Mechaniken mit Holzwirbel ausstatten

Normale moderne Mechaniken bzw. die Standardversion bestehen ja meist aus Tiroler oder Einzelplatte, Schnecke mit Griff, Zahnrad und Schraube welche das Zahnrad festhält. Da aber auch ich gerne diese Optik der Holzwirbel schätze bzw. das eben oft dem Bass einen Hauch von Altertum verleiht habe ich mir folgende Umrüstung überlegt.

Hier ein Beispiel klassicher Holzwirbel = ersehnte Optik.

Und hier eine typische Einzelplatte nur mit der Schraube.

Zuerst nehme ich mal die Schraube ab und schaue welches Gewinde verwendet wird. Dann nehme ich einen Cello-Ebenholzwirbel. Dieser wird am Fuss durchgesägt und plan geschliffen.

Nun bohre ich mittig ein Loch für das Gewinde. Vorher Mitte anzeichnen. Dann mit Gewindebohrer Gewinde reinschneiden.

Weiters wird eine überlange Schraube mit Kleber reingedreht und fixiert. Weil es schöner ist bohre ich auch gleich an der Griffseite des Wirbel ein Loch für ein Perlmuttauge und klebe dieses ein.

Zuletzt wird der Schraubenkopf abgesägt und mit Feile verschliffen.

Das Ganze nun statt der Schraube aufs Zahnrad aufschrauben und fertig ist die Bassmechanik mit wertigem Holzwirbel. Wenns nicht mehr gefällt kann man jederzeit wieder auf Schraube wechseln.

Saiten (strings)

Ich verwende meist die Saiten von Daddario. Hier gibt es die Helicore Serie als Arco, Pizzicato und Hybrid Version.
Diese dann weiters noch in verschiedenen Saitenspannungen je nach Anforderung.

Die Zugspannung von Saiten ist wesentlich bestimmt von Stimmung (Tonhöhe), Saitenlänge (Mensur) und der Saitenstärke.
Zur Berechnung der korrekten Spannung für ein individuelles Instrument und weitere Infos siehe:

http://liutaiomottola.com/formulae/tension.htm

Dazu gibt es auch eine Übersicht der Spannungen und hier die Farbcodes von Daddario:

Stachel aus Holz (wood endpin)

Gemäß dem Buch von Chuck Traeger „The Setup of the Double Bass for Optimum Sound“ erwirkt der Tausch des Stachelstabes von üblicherweise Stahl auf Holz eine enorme Klangverbesserung.
Da dachte ich mir dann doch : „Das probier ich auch !“

Mein Stachelstab hat 10mm im Durchmesser und hat an der Spitze ein Gewinde mit M10. Also zuerst einen Holzstab mit 10mm besorgt (gibts z.B. überall im Baumarkt in Buche). Nun den Rundstab auf die entsprechende Länge kürzen und mit einem Gewindeschneideisen ein M10-Gewinde vorne auf die Spitze geschnitten. Das andere Ende wird leicht angefast.

Anschließend den Holzstab wegen der Optik schwarz gebeizt und mittels Kontaktkleber einen handelsüblichen Gummistoppel angeklebt.

Tja und nun mach ich mal den Vergleich Stahlstab – Holzstab:

Erster Eindruck : Holzstab klingt vielleicht eine Spur bassiger, voluminöser…aber ist äußerst schwer zu verifizieren bzw. zu unterscheiden. Ich könnte nun nicht behaupten dass dies eine weltbewegende Änderung hervorrief. Doch ich werde noch das Ganze mit Minidisc aufnehmen und dann direkt den Hörtest machen. Eine interessante Abhandlung zu Stachelmaterialien von Magdalena Eichmeyer:

Der Einfluß der verschiedenen Materialien des Stachels auf den Klang und die Ansprache des Violoncellos.

Bass Ständer

Es gibt zwar unzählige Gigständer für KB zu kaufen, aber in der Werkstatt oder im Heim wäre eine billige Alternative interessant. Da man oft mehrere Bässe zu lagern hat, habe ich mir folgenden Ständer gleich mehrfach erzeugt.
Der Ständer besteht aus Fichtenleimholz und stellt eigentlich nur einen viereckigen Kasten mit 2 höheren Seitenwangen dar. Diese werden mit dickem Filz beklebt. Der Bass kann nun vertikal stehend mit dem Unterbug abgestellt werden.

An Material braucht man konkret 2 Platten mit 300x200mm ca. 20mm stark. Weiter 2 Bretter mit 100x400mm. Nun die höheren Teile an einer 300mm Seite abrunden (am Bandschleifer) und mit Filz bekleben.
Dann den Kasten mittels Holzdübel zusammensetzen und verleimen. Darauf achten dass die 100mm Teile ungefähr 1cm vom Boden höher stehen.

Hier eine alternative Version mit verstellbarem Seitenteil.
Allerdings etwas aufwändiger herzustellen.

Kantenschutz (stoppers)

Man muss immer wieder mal den Bass seitlich auf den Boden umlegen. Da passiert es nun im Laufe der Zeit, dass sich die Kanten von Dacke und Boden abscheuern.

Als Lösung können hier aufgeleimte Kantenschützer (Stoppers) aus Ebenholz dienen.

Dazu such ich mir aus meinem Holzvorrat 4 kleine passende Stücke mit ca. 1x1x15cm Länge raus. Solche praktikablen Ebenholzreste und Sortimente gibts bei DICK relativ günstig.

Bass Abmessungen kopieren (Copy Bass Measurements)

Sollte man die Gelegenheit bekommen einen interessanten Bass für einige Zeit untersuchen zu dürfen so ist die Abnahme der Maße und Details unbedingt ratsam. Sei es um mehr über die Art und Weise der Geigenbauerarbeit zu lernen oder um später mal eine Kopie anzufertigen. Als Werkzeug dazu benötigt man:

  • Digitalkamera
  • 2x Hartkartonstreifen 80x1200mm
  • 6x Hartkartonstreifen 80x700mm
  • Bleistift
  • Lineale, Schiebelehre, Maßband
  • Konturlehre (s. Beschr.)
  • Papier

Man kann damit zwar nie den Spirit und das vollständige Wesen eines Basses festhalten, doch dient es einer möglichen Kopie z.B. für den Profi als Arbeitsgerät ohne den originalen Bass unnötig rumschleppen zu müssen. Insbesondere wenn es sich um ein äußerst wertvolles Stück handelt. Ein grosser Anteil hat hier leider nur die Vermutung, da man einerseits in ein geschlossenes Instrument nicht reinkommt und weiters besonders Decken im Laufe der Jahre einer Verformung unterworfen sind. Peter Chandler nimmt hier allgemein eine Wölbungshöhe für Decken von 40 – 45mm an.

F-Löcher kopieren

Man nehme ein Stück A4-Papier. Dieses wird mit einer Längsseite genau auf die Mittellinie der Decke plaziert. Evt. mit leicht! klebendem Klebeband befestigen. Nun mit einem weichen Bleistift die Mine seitlich drüber schraffieren. Dadurch zeichnen sich die Konturen des F-Loches ab. Unbedingt die beiden Ecken des F-Loches (innen/aussen) anzeichnen. Weiters zur Sicherheit die Abstände oben/unten zwischen den F-Löchern festhalten. Auch der Abstand oben vom Halsfuss zur Mittellinie des Steges = gedachte Verbindung zwischen den inneren Eckchen der F-Löcher.

Schnecke und Hals kopieren

Einerseits hier anhand beigefügter

Vorlage die Abmessungen von Hals und Schnecke nehmen.
Weiters die Dicken der Schnecke an allen Punkten markiert mit Kreis festhalten.

Nun mit Hiolfe der Kamera und guter Belichtung ein Foto der Seitenansicht der Schnecke anfertigen. Hier ist es wesentlich GENAU im rechten Winkel zur Schnecke zu fotografieren. Da ich als Techniker über AUTOCAD verfüge ist meine Methode das beste Bild in Acad zu importieren und dort mittels POLYLINIE die Aussenkontur und Bohrlöcher nachzuziehen. Es gibt dann eine Funktion um aus der eckigen zittrigen Punktelinie eine Kurvenlinie zu generieren.
Gelobt sei der PC !

Wer das nicht hat dem sei wiederum PC (Peter Chandler 🙂 empfohlen:
Entwickle die Bilder und zeichne auf das Bild einen Raster

Wölbungen an Decke und Boden kopieren

Zur Abnahme der Wölbungen an Decke oder Boden fertigt man sich eine kleine Zeichenhilfe aus Sperrholz an. Länge ca. 5cm, Breite 2cm. Oben und Unten das Teil mit einem Radius versehen. Darin werden im Abstand von 1cm kleine Löcher mittig gebohrt. Dann einen Radius mit glattem Klebeband überkleben. Dies dient zum Schutz des Lackes des abzunehmenden Basses.
Nun werden die Kartonstreifen grob zugeschnitten, damit diese an den Aussenkanten anliegen. Es soll einmal die Wölbung der Decke/Boden der Länge nach abgenommen werden. Weiters die Wölbung quer z.B. bei den weitesten Stellen von Oberbug und Unterbug und an der schmalsten Stelle von C-Bug.

Konturen und Abmessungen

Zum Festhalten der diversen Abmessungen verwende ich eine Checkliste die von Peter Chandler stammt. Hab diese übersetzt und als pdf hier reingestellt.

Für ein Instrument mit flachen Boden legt man diesen einfach mit dem Rücken auf ein grosses Zeichenblatt. Nun die Aussenkontur nachziehen und z.b. markieren wo inetwa die Querbalken liegen. Auch die Biegekante des Oberbugs markieren. Dann Bass anheben und oberen Teil fertig zeichnen. Für gewolbten Boden nimmt man besser Hartkarton. Innen ausschneiden, damit Wölbung Platz hat und Karten an Aussenkontur anliegt. Bass und Karton z.b. auf 4 Sessel legen und munter drauflos zeichnen.
Ungewöhnliche Features wie verschieden Breiten des Oberbugs an Decke Boden sollten extra festgehalten werden. Weiters sind auch Querbalken meist nach aussen gewölbt bzw. verlaufend.


Für Maße die man nicht nehmen kann bzw. unbekannt sei die Seite Setup – Maße empfohlen.

Versandkiste aus OSB(Shipping Box)

Man muss immer wieder mal einen Bass weiter versenden evt. sogar nach Übersee. Dazu gibt es bei uns sogar spezielle Holzverarbeitungsbetriebe die sich auf die Herstellung von Versandkisten und Paletten spezialisiert haben. Ich hab mir mal ne Kiste bauen lassen mit ca. 80x50x200cm.
Die Kiste wurde aus OSB-Platten hergestellt. Diese sind leicht und haben den Vorteil dass sie auch in Übersee beim Import akzeptiert werden, da thermisch behandelt.
Eine Kiste kostet ca. 120Euro.

Mein Lieferant solcher Kisten ist die
Fa. Feigl, Stephanshart 97, A-3321 Ardagger

Alternativ verwende ich derzeit massgefertigte Kartons aus 2-welliger Pappe. vom Lieferanten
GRUBER Kartonagen



Hier kostet ein Karton ca. 26Euro !
Der Karton wird mit Styroporkugeln vom Baufachmarkt gefüllt (die verwendet man für Estrichisolierung)
Den Karton verschliesse ich dann mit Klebeband und Spanngurten.
Mittels Kleister klebe ich dann Versandhinweise und Adressetikette auf.