Zargen biegen (bend sides)

Für das Biegen der Zargen verwende ich mein selbst gebasteltes Bending Iron (siehe Werkzeuge/Tools).
Dieses wird in der Werkbank gut eingespannt und auf ca. 180°C eingestellt.

Während der Aufheizphase (ca. 10Minuten) lege ich das Zargenholz in Wasser ein um das Holz zu quellen. Das Iron ist genügend heiss wenn aufgetropfte Wassertropfen schön „abspringen“ und verdampfen.

Nun kann man die Zarge mit beiden Händen schön über das Rundeisen führen und mit leichtem Druck biegen. Das Wasser im Holz verdampft und macht die Holzfasern biegsam. Immer das Holz bewegen da sonst Brandstellen entstehen könnten.

Es wird empfohlen als Unterstützung der Holzoberfläche eine biegsames Blech als Zulage verwenden.
Damit soll ein Reissen bzw. Brechen verhindert werden. Ich habs bisher noch nie verwendet…

Weiters mache ich noch aus alten billigen ca. 2cm dicken Spanplatten Spannbacken zum Trocknen. Die Kontur des Korpus wird angezeichnet und mit Stichsäge genau nachgeschnitten. Nun hast Du 2 Teile mit der richtigen Kurve. Noch bei beiden Teilen parallel ca. 5cm nachschneiden um 2 Streifen zu kriegen. Damit kannst du diese schön zusammen klemmen. Nach dem Biegen werden die Zargen hier zum Trocknen eingespannt.

Weitere Infoblätter zum Biegen der Zargen:

Zargendicke (thickness of ribs)

Die Dicke der Zargen ist sehr wichtig für den Klang. Laut Chuck Traeger vibrieren auch die Zargen und sollten daher nicht zu dick gewählt werden. Er empfiehlt eine Stärke von 2mm bis 2.5mm (Seite 194). Peter Chandler spricht von 3/32″ inch also 2.3mm Dicke.

Leimen der Zargen (glueing ribs)

Für das Verleimen der gebogenen Zargen verwende ich die Aussenteile der Biegeschablonen. Die Zargen werden an die Eckklötze geleimt und mit den Beilagen in Form gehalten.

Hier sieht man parallel das Verleimen und ein paar Teile eingespannt nach dem Biegen.

Nach dem Verleimen und Trocknung ausspannen und die Zargen mit der korpusschablone bündig hobeln. Nach Verleimen aller Zargen ist der Zargenkranz fertig und es können die obere und untere Platte der Schablone entfernt werden. Danach folgt das Verleimen der Reifchen.

Entfernen der Zargenschablone & Anarbeiten der Eckklötze

Nach dem Verleimen der Zargen und Reifchen mit Hilfe der Schablone, kann diese nach dem Trocknen entfernt werden.

Nun müssen die Eckklötze noch mit Stechbeitel und Hohleisen an den Korpus angepasst werden. Hier ist darauf zu achten dass man immer mit dem Faserverlauf spaltet und NICHT ZUVIEL bzw. FALSCHE RICHTUNG wegnimmt ! Das hätte fatale Folgen. Hier zeigt sich auch wie wichtig die korrekte Auswahl und der Faserverlauf bereits bei der Erstellung der Eckklötze ist ! Man kann sich damit viel Arbeit ersparen. Es soll möglichst viel Holz weggenommen werden.

Auch beim Hals und Stachel den Eckklotz nacharbeiten, abrunden usw. Nach Fertigstellung unbedingt zur Lagerung des Korpus ein passendes Stück Holz als Stütze zwischen Hals / Stachel Eckklotz einspannen.

Biegen der Zargen (Bending)

Für das Biegen der Zargen verwende ich mein selbst gebasteltes Bending Iron (siehe Werkzeuge/Tools).
Dieses wird in der Werkbank gut eingespannt und auf ca. 180°C eingestellt.

Während der Aufheizphase (ca. 10Minuten) lege ich das Zargenholz in Wasser ein um das Holz zu quellen. Das Iron ist genügend heiss wenn aufgetropfte Wassertropfen schön „abspringen“ und verdampfen.

Nun kann man die Zarge mit beiden Händen schön über das Rundeisen führen und mit leichtem Druck biegen. Das Wasser im Holz verdampft und macht die Holzfasern biegsam. Immer das Holz bewegen da sonst Brandstellen entstehen könnten.

Es wird empfohlen als Unterstützung der Holzoberfläche eine biegsames Blech als Zulage verwenden.
Damit soll ein Reissen bzw. Brechen verhindert werden. Ich habs bisher noch nie verwendet…

Weiters mache ich noch aus alten billigen ca. 2cm dicken Spanplatten Spannbacken zum Trocknen. Die Kontur des Korpus wird angezeichnet und mit Stichsäge genau nachgeschnitten. Nun hast Du 2 Teile mit der richtigen Kurve. Noch bei beiden Teilen parallel ca. 5cm nachschneiden um 2 Streifen zu kriegen. Damit kannst du diese schön zusammen klemmen. Nach dem Biegen werden die Zargen hier zum Trocknen eingespannt.

Weitere Infoblätter zum Biegen der Zargen:

Zargen Herstellung (Sides)

Als Material für die seitlichen Zargen eines Kontrabasses wird traditionellerweisew massives Ahorn-Starkfurnier (Dickfurnier) verwendet. Die nötige Menge ist: 3 Blatt mit je 220mm x 1200mm x 2.5mm  Derartige Zargenstreifen gibt es im Fachhandel für Streichinstrumente leicht geflammt um ca. 150,-€ zu kaufen. Auch hier gilt: Ist mir zu teuer…also Alternative gesucht und folgende Möglichkeit gefunden:

Ahorn Starkfurnier im Furnierfachhandel für Tischler beziehen.
Kostet ca. 12,-€ / m² und hat meist eine Stärke von 2.5 – 3mm.
(benötigte Menge und 1-2 Blätter Ausschußware zusätzlich zum Probieren beim Biegen – ist zwar nur leicht geflammt, aber es soll ja kein Amati werden :-).

Das Holz sollte idealerweise schön geflammt sein (Riegelahorn). Doch ACHTUNG ! je mehr geflammt , desto größer die Gefahr, beim Biegen zu brechen.
Da das Starkfurnier noch „messerrauh“ ist muss es vor dem Biegen plangeschliffen und auf die fertige Stärke gebracht werden (siehe „Schleifvorrichtung bei P. Chandler). Viele Instrumentenbauer haben sich dazu ein eigenes Gerät gebaut. Und auch ich konnte an dieser Herausforderung nicht vorbei:

Dickenschleifgerät für Zargenholz

Mit „nur“ gehobelter, geschnittener Holzoberfläche würden beim Biegen die Fasern aufstehen und das wäre für nachfolgende Lackierung nicht wünschenswert.

Das Planschleifen kann am schnellstens auch in einer Tischlerei mit der sog. „Abrichte“ = Bandschleifmaschine erfolgen. Danach sollte es bis zur Verwendung zwischen zwei Platten eingespannt gelagert werden um ein Verziehen zu vermeiden.

Eine weitere einfache Möglichkeit wäre mit Schleifteller und Ständerbohrmaschine

Doch nun zum Vorbereiten der Zargen. Die fertig geschliffenen Blätter werden hintereinander auf Arbeitsplatte ausgebreitet wobei darauf zu achten ist dass die Flammung/Riegel immer in gleiche Richtung weist. Weiters wird nun am obersten Blatt unterteilt in Unterbug (ca. 55cm) und C-Bug (ca. 38cm). Gleiches am mittleren Blatt und das untere Blatt wird verteilt zwei mal für Oberbug. Die jeweiligen Längen mit Übermaß am Besten von der Zargenvorlage abmessen. Nun laut Skizze jeweils Pfeile anreissen – die strichlierten sind an der Unterseite zu machen. Wenn nun bei der Montage alle Pfeile Richtung Boden = Endblock für Stachelstab zeigen, wobei alle Seitenkanten auf gleicher Seite sein müssen, dann verläuft die Maserung und vor allem der Spiegel überall gleich. Zuletzt die Blatt gemäß Risslinien mit Säge auftrennen. Nächster Schritt ist das Biegen der Zargen.

Zargenform (Mould)

Für die Vorlageform (VF) verwende ich 15mm Birkensperrholz. Die Platten werden gemäß B. Hitchings mit M8-Gewindestangen verbunden. Dies gefällt mir besser als bei H. Wake und P. Chandler, da man die Abstände mit den Muttern sehr präzise justieren kann. Ausserdem ist die Konstruktion etwas leichter.

Zuerst die Sperrholzplatten mit Übermaß rechteckig zuschneiden (od. zuschneiden lassen). Dann mittig in Längsrichtung mit langem Lineal eine Mittelachse einzeichnen (beidseitig). Nun von den Zuschnittschablonen die theor. fertige Kontur von Decke bzw. Boden übertragen. Die Eckpunkte des C-Bugs (Mittelbug, C-Bout) muss man oben und unten auf der jeweiligen Aussenseite quer zur Mittelachse mit Lineal verbinden. (für später) 

Da die Vorlageform sozusagen innen ist und die Zargen aussen rumgebaut wird, muss man den späteren Überstand evt. Stärke von Reifchen und Stärke des Zargenmaterials abziehen. D.h. zum Beispiel:
Abstand = Überstand (3mm) + Reifchen (3mm) + Zargenfurnierstärke (2.5mm) = ca. 9mm
Um dieses Maß müssen nun die Zuschnittschablonen verkleinert werden, um den Umriß der Birkenplatten zu bekommen. Dazu hab ich mir ein einfaches Werkzeug aus zwei MDF-Resten gebaut.

Damit kann ich nun aussen mit dem abgerundeten Anschlag die Kontur der Zuschnittschablonen entlangfahren und mit einer eingesteckten Bleistiftspitze einen parallelen Strich mit 9mm ziehen. Entlang dieses Striches werden nun die Zuschnittschablonen kleiner geschnitten. Danach überträgt man die Kontur der verkleinerten Zuschnittschablonen auf das 15mm Sperrholz und schneidet diese aus (NICHT VERGESSEN ! Immer vorher die Mittelachse anreißen – die ist wichtig als Bezugspunkt)

An diesem Punkt sollte man auch mal auf den Platten bezeichnen, was Decke/Boden und innen/aussen ist, denn z.B. Decke oder fertiger vorh. Boden sind nicht unbedingt symmetrisch ! Zusätzlich zu Decken-u. Bodenplatte benötigt man dann auch eine Mittelplatte, welche später dann die Eckklötze aus Fichte tragen wird. Doch bevor diese ihre endgültige Form bekommt, werden Decke und Bodenschablone mit Schrauben auf die Mittelplatte aufgeschraubt.

Dabei müssen natürlich die Mittelachsen fluchten. Weiters darauf achten, dass jeweils die Innenseite zur Mittelplatte zeigt. Ich habe als zus. Bezugspunkt den unteren Kreuzungspunkt (wo der Stachel kommt) für Decke und Boden gewählt. Wenn nun alle 3 Platten miteinander fest verbunden sind, kann man die späteren Anschlagflächen für die Eckklötze mit der Stichsäge od. Bandsäge ausschneiden. Dies hat den Vorteil, dass, vorausgesetzt der Schnitt ist genau im rechten Winkel, alle 3 Platten fluchten und die Klotzinnenseite später im rechten Winkel steht, unabhängig davon, ob Decke und Boden voneinander abweichen. Zuerst wird je aussen 90° zur „Eckenachse“, welche anfangs eingezeichnet wurde, ca. 30mm innerhalb des fertigen Eckpunktes eine kurze Linie gezeichnet. Weiters ca. 30mm links u. rechts parallel zur Eckenachse. Das bedeutet die Eckklötze werden ca. 60x60mm Rohmaß haben.
Ich habs mit der elektr. Stichsäge ausgeschnitten und die Schnittabfälle vom Schneiden der 15mm Decken- u. Bodenschablone zugelegt.

Bevor man nun die Platten wieder auseinander werden gemäß B- Hitchings 8mm-Löcher für die Gewindestangen gebohrt, damit später alle Platte wieder genau übereinander sind und die Kanten für die Eckklötze gleich sind. 

Diese 12Stk. regelmäßig auf der ganzen Platte verteilen – siehe Bild.

(hier werden bereits Löcher zum Ansetzen der Stichsäge gebohrt – zum Ausschneiden der Montageöffnungen)

Reifchen (Linings)

Die Reifchen dienen zur Vergrößerung der Leimfläche für Decke und Boden. Weiters verstärken sie die Zargen etwas. Normalerweise sind diese innen. Es gibt auch Bässe mit innen und aussen Bereifung (aber ohne Alufelgen:-)
Ich fertige sie aus Fichtenholz mit stehenden Jahresringen. So eine Leiste hat cirka 20x5mm. Diese hobel ich an einer Seite schräg verlaufend.

Alternativ für Rundungen verwende ich eine Oberfräse mit Halbrundfräser.

Gebogen werden diese dann wie die Zargen. Achtung die brechen leicht bzw. reissen ein wenn die Ringe nicht wirklich vertikal stehen (also im rechten Winkel zu den 20mm) Biegung immer mit Vorlage (Korpus) vergleichen bis es passt. Und darauf achten man braucht einmal oben / unten also nicht beide gleich biegen sondern spiegeln ! Die verlaufende Seite zeigt immer nach innen.

Bei Reifchen für die Innenseite schneide ich die Eckklötze schräg an und lasse die Leiste reinlaufen.

Dann in einer Form oder ähnliches einspannen zum Trocknen. Danach können diese mit der Zarge verleimt werden. Dazu verwende ich unzählige Leimzwingen

Hier ein Reparaturfall – das Reifchen des C-Bugs hat sich gelöst und ist durch Wurmfrass beschädigt. Weiters fehlt an der Zarge ein Teil. Also altes Reifchen runter und neues gemacht. Nachdem dieses eingeleimt ist kann ich den fehlenden Zargenteil ergänzen.

Es gibt auch Bässe wo aussen nochmal Reifchen aus Ahorn verleimt werden. Dann verwende ich als Leimzulage Sperrholz in der Form der Kurven.

Herstellung der Eckklötze

Es werden als Rohling gut getrocknete feinjährige Fichte verwendet. Man fertigt sich 4Stk. mit 60x60mm und 190mm lang (entspricht der Korpusdicke ohne Decke und Boden). Weiters benötigt man für Hals (200x200x190mm) und Stachelbefestigung (120x70x190mm) 2 Rohlinge. Bei den Maßen jedoch immer Bezug auf etwaige Vorlagen, Pläne etc. nehmen. Nach Herstellung der Klötze werden diese lt. B. Hitchings mit kleinen Stahlwinkel und Schrauben von innen am Mittelteil der Korpusvorlage (Mould) montiert.

PS: Montage mit Akkuschrauber oder was immer im Inneren des Moulds bei den störenden Gewindestangen ist nicht unbedingt ideal. Hier wäre bessere Lösung als die von Hitchings überlegenswert. Ist ne ziemliche „Fusselei“ hier nen Schrauben zu setzen – ausserdem soll das Ganze nochmal zerlegt und zusammengebaut werden…..

Jetzt wird mit der Schablone die Kontur auf die Ober/Unterseite der Klötze übertragen. Achtung hier besonders auf den Verlauf der Maserung bzw. dem sog. „Spalt“. Der sollte gerade verlaufend parallel zur Aussenlängskante sein, damit später das Abstechen mit dem Beitel an der Innenseite leicht fällt. Doch verd….. jetzt sind mir diese Stutzen inkl. Muttern von den Gewindestangen im Weg.
 Naja was solls, man lernt auch aus der Situation heraus. Also die Position der Gewindestangen auf Schablonen übertragen
 (Gott-sei-Dank hab ich die Bohrungen nicht „irgendwo“ gesetzt, sondern mit System 🙂 Anschließend mit etwas grösserem Forstnerbohrer schöne Löcher reinbohren.
 Tja und nun liegt die Schablone auch satt auf der Korpusvorlage auf.
 Zum Abschluß die Umrisse der Schablone wie erwähnt anzeichnen.
 Doch ACHTUNG ! die Schablonen immer mit der „richtigen“ Seite Innen/Aussen auflegen, da bei bereits vorhandener, alter Decke/Boden nicht gesagt ist, dass diese genau symmetrisch sind.

An sich wäre nun nächster Schritt das Demontieren der Klötze und die Bearbeitung derselben. Doch vorher muss ich Gedanken zum Halsansatz und dessen Winkel anstellen, um den Halsklotz richtig abzulängen und zu formen.

Die Eckklötze werden nun wieder demontiert für die weitere Bearbeitung.
 Zuerst zur Sicherheit beide Konturen an den Stirnseiten durch Bleistiftlinien an den Längsseiten verbinden. Danach an der Kreissäge den Überstand mal grob wegschneiden.  Nun an der Hobelmaschine entlang den Linien der Längsseite schräg anhobeln und annähernd bis zur jeweiligen Linie „vortasten“.  Abschließend an der Bandschleifmaschine die Flächen glätten und z.B. am Bandschleiferende die Rundungen der Ecken anschleifen.

Nach Anzeichnen der Kontur von Decke und Boden am Halsklotz, wird dieser an der Bandsäge zugeschnitten und mit Stechbeitel, Hobel und Bandschleifer in Form gebracht.

Schablonen

Bevor man beginnt die Vorlageform (Mould) für die Zarge zu bauen, fertigt man Umrißschablonen von Boden und Decke. Dazu verwende ich 4mm Hartfaserplatten. Zuerst wird mit einem möglichst präzisen Lineal mit mind. 1m Länge die Mittelachse eingezeichnet. Decke oder Boden mit Unterseite draufgelegt (Mittelachse = mittige Leimfuge) und mit Bleistift die Kontur nachziehen.

Bei der bereits vorhandenen Decke muss man wegen dem Bassbalken vorher ein längliches Loch mit Stichsäge ausschneiden. Die MDF-Platte wird mit Unterlagen erhöht aufgelegt, damit die Decke satt aufliegen kann und der Bassbalken nach unten durchschaut.