Bass lackieren (paint)

Zum Lackieren eines Basses verwende ich die Lacke der Fa. Hammerl.
Das komplette Set für einen Kontrabass kostet ca. 180,- Euro
(Lack, Beize, Schleifmaterial, Pinsel, etc….)


Hammerl GmbH
Hauptstraße 18
D-91083 Baiersdorf
Germany


Mit der Lieferung bekommt man auch eine gute Anleitung beigefügt:

Zum Lackieren verwende ich wieder mein Gestell um den Bass drehen zu können.

Patches an Innenseite von Decke (cleats inside)

Bei einem Deckenriss und der Reparatur desselben ohne das Instrument zu öffnen ist es schwierig zur Sicherung zusätzlich Patches innen anzubringen. Ein Zugang über das F-Loch und exakte Positionierung ist äußerst anstrengend und beinahe unmöglich. Ich habe mal an einem alten Bass folgende Methode entdeckt:

Im Verlauf des verleimten Risses bohrt man im Abstand von ca. 5cm feine 1mm Löcher durch die Decke. Hier fädelt man nun einen Bindefaden ein und schiebt diesen ca. 20cm in den Korpus rein. Nun kann man den Faden durch das F-Loch wieder rausziehen.

In ein Belegplättchen bohrt man ebenso ein Loch. Man fädelt den Faden durch den Patch aber von der Leimseite her ! Plättchen mit Leim bestreichen. An Rückseite des Patches am Faden einen dicken fetten doppelten Knoten machen.

Den Patch nun ins F-Loch reinfallen lassen und den Faden aussen anziehen. Nun wandert das Plättchen wie von Geisterhand genau zum Riss und dort mit leichtem Zug anlegen. Die Schnur aussen umlenken und mit Gewicht belegen bis Leim getrocknet.

Untersattel

Zum Anfertigen eines Untersattel verwende ich Ebenholz. Dies auf Länge schneiden – ACHTUNG hier ca. 1mm KÜRZER schneiden. Der Untersattel kann ruhig sehr lose sitzen – denn ansonsten könnte er später beim Ausdehnen die Decke seitlich sprengen. Nun an Seiten winkelig hobeln. Dann die Deckenstärke übertragen als Richtwert. Weiters an Oberseite Richtung Steg eine 45° Fase anhobeln bis ca. Deckenstärke.

Als nächsten Schritt auf der Unterseite einen Bogen anschleifen am Besten mit dem Bandschleifer. Weiters an beiden Seiten Hohlkehle anschleifen und fertig ist der Untersattel. Gibts aber auch fertig für wenig Geld zu kaufen.

Den fertigen Untersattel dann noch einleimen.

Risse mit Beleg verstärken (fix Cracks with Cleats)

Zur Verstärkung von Rissen werden oft Patches (Cleats) verwendet. Dazu verwende ich trockenes Fichtenholz Starkfurnier (3mm) mit stehenden Ringen. Von diesem schneide ich Streifen mit 3-4cm runter. Nun mit Säge schräg Plättchen mit 2cm absägen. Die Ringe verlaufen nun schräg zur Kante. Dann die Aussenkanten an einer Seite anschrägen – am besten auf dem Bandschleifer.
Jetzt werden diese Belege mit Abstand von 3-5cm auf den FERTIG reparierten/verleimten Riss geleimt. Dazu verwende ich PVA-Leim da lt. Chuck Traeger dieser flexibler ist und die Plättchen dann beim Schwingen „mitgehen“ und in Folge besser halten. Die Cleats werden immer mit der Spitze im Rissverlauf platziert. Die Jahresringe stehen jetzt quer zum Riss.

Riss innen aufdoppeln (Crack Inlay Patch)

Wenn der Riss oder Schaden tiefer geht und eine Schwachstelle erzeugt ist es oft ratsam zusätzlich aufzudoppeln bzw. defektes Material zu ersetzen. Alsi Schadstelle säubern und mit Hobel glatte Leimflächre erzeugen. Dann passendes Holzstück mit Kreide einpassen. Einleimen und nach Trocknung wieder anpassen und verschleifen.

Hier hat leider ein Teil beim, F-Loch gefehlt. Habe Zwischenstück eingeleimt. Passt zwar aber hält nicht sehr gut. Daher auch hier an Innenseite mit querlaufender Faser ein Verstärkungspatch.

Ränder ansetzen bzw. erneuern

Wenn Deckenteile fehlen oder ausgerissen setze ich neues Holz an. Hier gilt es zuerst eine möglichst grosse Leimfläche durch Anhobeln herzustellen. Aber trotzdem möglichst viel des alten Materials erhalten ! Dann passendes neues Holz anfertigen und verleimen. Hier hab ich schräge Verbindung gewählt. Zuerst Folie auf Werkbank sonst klebt alles an. Dann Leiste festgeklemmt und Decke dagegen gespannt. Durch die Schräge ist Leimfläche grösser UND es zieht mir die Decke automatisch auf die Werkbank.

Im zweiten Fall war der Rand über längeren Bereich ausgerissen. Hier hab ich möglichst schräg gehobelt um grosse Leimfläche zu bekommen. Dann passendes Holz zugepasst und verleimt. Hier wieder ACHTUNG auf den Faserverlauf ! Nach dem Trocknen die Kontur vom Korpus an der Unterseite anzeichnen. Hier mit Überstand schneiden und verschleifen / hobeln / anpassen.

Hier fehlt am Rand ein Teil der Kontur. Mit gewölbtem Hobel Hohlkehle ausarbeiten. Teil einpassen und einleimen. Dann wieder an Oberfläche anpassen.

Fertig mit diversen Reparaturen!