Bass lackieren (paint)

Zum Lackieren eines Basses verwende ich die Lacke der Fa. Hammerl.
Das komplette Set für einen Kontrabass kostet ca. 180,- Euro
(Lack, Beize, Schleifmaterial, Pinsel, etc….)


Hammerl GmbH
Hauptstraße 18
D-91083 Baiersdorf
Germany


Mit der Lieferung bekommt man auch eine gute Anleitung beigefügt:

Zum Lackieren verwende ich wieder mein Gestell um den Bass drehen zu können.

Zettel

Bevor der Korpus wieder verschlossen wird nach einer Reparatur oder beim Neubau verewigt man sich bei Bedarf noch im Inneren mit einem traditionsgemäßem Zettel. Hierauf kommt Name und Anschrift des Erbauers. Weiters Jahreszahl der Reparatur oder des Neubaus. Weiters noch ein schönes Logo oder ein Pleitegeier oder sonst was … Den Zettel auf kräftigem Papier drucken und mit Leimwasser NEBEN etwaige alte Zettel am Boden einleimen.

Schönes Beispiel von M.I. Stadlmann als Anregung:

Abbeizen von Holzoberflächen

Decke und Boden habe ich mit flüssigem GEL-Abbeizer (Rote Krähe) aus dem Fachhandel abgebeizt.
Hat den Vorteil dass es nicht gleich überall reinrinnt. Rote Krähe ist ein österreichisches Produkt der Firma:

Farben Schellander
Luegerstrasse 4-6
A-9020 Klagenfurt
Tel. +43(463)22459

Jetzt sieht man erst so richtig die schöne Maserung der Teile. Besonders der gewölbte Ahornboden ist eine Augenweide. Die Streifen des Riegelahorns kommen später mal mit neuer Lackierung sicher hervorragend zur Geltung.

Hier sieht man schön Decke und Boden hintereinander und kann die beinahe gleiche Konturführung erkennen.
Habe nun auch den Boden nach dem Abbeizen mittels Ziehklinge gesäubert und geglättet.

Risse mit Leinen verstärken (fix Cracks with Linen Parchment)

Bei kleinen Rissen bzw. welche die nicht offen sind verwende ich auch 100% Leinen (aus Hanf 🙂 um den Schaden zu beheben bzw. die Schadstelle zu verstärken. Leinen hat die Eigenschaft sich beim Trocknen nach dem Leimen zusammenzuziehen. Das zieht den Riss noch etwas zusammen. Leinen bekommt man in jedem Textilfachhandel.
Ich habe mir zusätzlich noch Leimzulagen aus Kunststoff hergestellt da der Leim gerne durchschlägt und Holzzulagen anhaften würden beim Pressen. Vordem Leimen noch schön die Leimfläche säubern. Dann versuche ich mit Spritze etwas Leim in den Riss zu bekommen.

Keil einpassen

Der Riss wird mit Säge und Klinge gesäubert und begradigt. Dann ein passendes Stück Furnier oder Keil je nachdem herstellen. Das Teil muss genau reinpassen. Nun einleimen und pressen. Ich habe hier noch zusätzlich 2 Klötze mitgeklemmt um zu verhindern dass die beiden Hälften des Bodens versetzt sind. Nach fertiger Leimung gebe ich noch einen Streifen oben drauf zum verstärken.