Ewald Brückner, Markneukirchen

Ewald Brückner, *1889 Wernitzgrün, †1959 Markneukirchen
Geigenbauer. Schüler von Max Dölling in Markneukirchen. Als Geselle arbeitete er bei Holm Viertel in Aachen und bei Keller in Würzburg. Machte sich 1927 selbstständig und legte ein Jahr später die Meisterprüfung ab. Baute vorzügliche Meisterinstrumente.

Klassischer Kontrabass Gambenform, Grösse 3/4 mit schönem geflammtem Ahornboden, sehr schöne Zargen, kein Überstand,
Hals aus Ahornholz, hochwertigstes Ebenholz Griffbrett, schöne Messingmechaniken mit grossem Holzwirbel, massive Fichtendecke D-Mensur mit ca. 105cm Saitenlänge, Messingstachel von Teller, Kohlefaser Hängelsaite, neue Saiten, neuer Ebenholz Saitenhalter, neuer Steg

Michael Ignatius Stadlmann

Michael Ignatius Stadlmann (1756-1813)
Der letzte Sproß einer bedeutenden Geigenbauerdynastie zu Wien. Sohn des Geigenbauers Johann Josef Stadlmann. Johann Joseph (1720-1781) war der Sohn Daniel Achatius Stadlmanns (um 1680–1744), des Gründers dieser bedeutenden Wiener Geigenbaudynastie des 18. Jahrhunderts. D. A. Stadlmann wurde im Haus des Steegwirts in Bad Goisern geboren. Schon damals war das Anwesen eine Gastwirtschaft, Daniels Vater war auch Holzmeister. Daniel heiratete in Wien in eine Geigenbauerfamilie ein und verfügte sogar über das Monopol des Holzhandels der Innung, weshalb seine Instrumente aus den erlesensten Klanghölzern hergestellt worden sind. Die Stelle des Hofgeigenmachers hatte ab der Jh.mitte J. J. Stadlmann inne, danach blieb sie zunächst unbesetzt. Die notwendigen Arbeiten wurden von Stadlmanns Sohn M. I. Stadlmann besorgt, der auch als Musiker in der Kapelle tätig war. Erst 1796 wurde er als Hofgeigenmacher bestätigt, allerdings mit reduziertem Gehalt.

Auszug Lütgendorff…

Zettel: Michael = Ignatius / Stadl = mann / Kayserl = Königl / Hof Lauten = und Geigen / macher = in Wien 17?6
( = zeigt wo der Reichsadler den Text trennt)

Zustand des Basses:

Auflistung der Schäden:
Decke eingesunken, Bruchschäden im Bereich der F-Löcher
Flacher Boden durch Stimmstock rausgedrückt und gelöst
Holzwurmverbiss am gesamten Instrument
Zahlreiche zu dicke, lockere oder unsachgemäße Patches (Cleats)
Reifchen (Lining) vielerorts gelöst oder nicht original
Hartholz Griffbrett nicht original und verbraucht
Decke und Boden wurden einst zur Reparatur genagelt
Abmessungen in cm:
Korpuslänge 112
Zargenbreite 23
Oberer Bug 47
Unterer Bug 63
C-Bug 34
Halslänge 82
Griffbrettfläche 47
Wirbelkastenlänge 35
Kastenbreite 8
Mensur 107
Gesamtlänge 194

Umfangreiche Dokumentation dieses Basses:
(Dokumentation and Lifesize Pattern of this Bass)

Verfügbar als PDF (Doku+Pläne in A0) oder als Druckausgabe gebunden inkl. Pläne in Format 1:1
(Available as PDF-File or Printed in 1:1 lifesize inkl. dokumentation)