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MPM Moser Patent Mechanik (Flexible Bridge Height Adjusters)

Heute war es soweit. Ich besuchte den Hr.Moser in Persenbeug (Nähe Ybbs). Er betreibt dort eine kleine feine Werkstatt unter dem Namen KLANGWERKSTATT MPM Moser und entwickelte in den letzten Jahren allerlei Nützliches für den Streicher von Heute. Darunter die Patent Mechanik eine höhenverstellbare Schraube mit eingebautem Kugelgelenklager. Diese sorgt laut Messungen für bis zu 3db mehr an Lautstärke bzw. besserem Klang. Übrigens kompatibel zum Fishman Full Circle Pickup. Weiters gibt es einen höhenverstellbaren Untersattel HVU um den Deckendruck des Steges an verschiedene Halswinkel anzupassen. Dann noch Knickstachel mit KPS mit extra grossem Parkettschoner bzw. Gummigrundplatte. Und auch spezielle Wolftöter WT hat er im Programm.

Mehr Infos gibts hier:
www.moser-mpm.com

Hier ein Flyer:
 MoserFlyer
 MPM techn. Details
 MPM Prospekt

Ich besuchte ihn also mit einem fertig eingerichtetem Bass bzw. dessen Steg. Hier nun eine Dokumentation über den fachgerechten Einbau der Patentmechanik mit den Händen des Meisters höchstselbst:

Zuerst an Unterseiten jeweils Richtung zum Hals und E/G Seite anzeichnen. Dann wird mit spezieller Lehre parallel an Unterkante der Füsse eine 7mm breite Linie gezeichnet. Dies sind die Schnittmarken. Die Lehre ist beidseitig gestuft, einmal 24mm und einmal 31mm ergibt 7mm Differenz.


Als nächstes wird der Steg mit der Rückseite (die zum Saitenhalter zeigt) eingespannt denn diese ist üblicherweise 90. Parallel ausrichten und zuerst auf Kreissäge nach äusserer Linie die Füsse abschneiden. Nachher die innere Linie bzw. den Überstand abschneiden. Die Füsse des verbleibenden eingespannten Stegs werden nun mit Linieal jeweils ausgemittelt. Also jeweils von Ecke zu Ecke Linie ziehen - Kreuzungspunkt ist Bohrmitte.


Gebohrt wird mittels 90 Winkelanschlag. Es wird der Kerndurchmesser für ein Feingewinde M8 gebohrt. Nachfolgend werden die Bohrungen leicht angesenkt. Weiters mit speziellem Feingewindebohrer inkl. Führungshülse die Gewinde schneiden. Nach dem Fertigschneiden nochmals die ersten Gänge nachschneiden.

Als nächstes werden die Teile mit Spezialfett (druckresistent) eingefettet. Nun die oberen Gewindeteile mit aufgeschraubtem Alurändelmutterring in Gewinde einschrauben.
ACHTUNG ! ganz vorsichtig und NICHT schräg eindrehen ! Nur wenn Gewindeschraube "leicht" reingeht hat mann den Gewindeganganfang gut erwischt.

Beide bis zum Anschlag reindrehen und mit Zange schön festziehen.

Die Füsschen werden nun genauso eingespannt, ausgerichtet und gebohrt.

Fertig ! Bei der Montage am Bass mit Lineal Füsse ausrichten und Steg aufsetzen. Beim Saiten spannen Steg immer nachrichten. Damit man die Rändelmutter auch drehen = Höhe verstellen kann muss natürlich am Fuss jeweils die Ecke abgeschnitten werden.


Die Mechanik gibts bei mir oder direkt beim Franz Moser. Einbau wird auch gerne durchgeführt.

E-Mail:   office@kontrabassbau.at